für Eltern und Schule - IndustrieArchäologie

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für Eltern und Schule

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Für Eltern, Kindergärtnerinnen, Lehrer- und Lehrerinnen sowie Alleinerziehende mit ihren Kindern.
Sie können in der Stadt und auf dem Land industrielle Kulturgüter entdecken und so etwas an Technikverständnis aufnehmen. Den Schulweg besser nutzen: Die Kinder zum aufmerksamerem Beobachten anleiten. Z.B. Wieviele Strassenlampen habt ihr gesehen? In welchem Schrittabstand werden sie wohl aufgestellt? Was für Wolken? Unterschiede beim Atmen im Sommer und im Winter? Käfer? Vogelarten? Insekten? Schnecken? Baumarten? Baumaschinen?  

Für ganze Schulklassen - die Alternative zu teuren nicht nachhaltigen Baukästen.

Um das Sehen und Entdecken zu fördern sind Funktionszeichnungen, wie oben gezeigt, wirkungsvoller als das klassische Abzeichnen. Man befragt dabei die Schüler wozu denn eine Sägerei dient. Dabei gibt es den Gatterantrieb zum Sägen und den Vorschubantrieb. Das Beispiel zeigt einen Gatterantrieb ohne die Vorschubfunktion. Eine Gruppe könnte den Gatterantrieb untersuchen, die andere Gruppe die Vorschubfunktion.

Gleiches kann man mit Getreidemühlen mit Wasserradantrieb machen. Auch Stampfen, Ölpressen, Weinpressen, Kleinkraftwerke oder
Krane eignen sich. Die Themenliste
der Zeitschrift "IndustrieArchäologie" gibt weitere Ideen. Ein Mühlenverzeichnis gibt es unter Muehlenfreunde, nach Kantonen geordnet, dann Inventar anwählen.


Wo ist das Spielerische, das Staunen und das selber Entdecken geblieben?


Albert Einstein:
"Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle. Es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von Kunst und Wissenschaft steht. Wer dieses Gefühl nicht kennt, sich nicht wundern, nicht staunen kann, der ist sozusagen tot und sein Auge erloschen." Vieles macht da schon die Schule und vor allem das weit verbreitete bürokratische Denken kaputt.

Das Massachusets Insitute of Technolgy
(MIT) hat zwei verschiedene Systeme WeDo und Mindstorms zum Programmieren entwickelt. Das erstere eignet sich bereits ab 4 Jahren oder als Einstieg auch für ältere Kinder. Mindstorms kann etwa ab 7 Jahren eingesetzt werden (siehe IndustrieArchäologie 1/2012).

In England
hatte der Autofabrikant William Morris und spätere Lord Nuffield mit seinem Nuffield-Projekt bereits Ende der 60er Jahre für ein Umdenken an den britischen Schulen gesorgt hat (siehe Artikel Coventry in IndustrieArchäologie 1/2006). Wie die Technik auch im Englischunterricht hilfreich sein kann, zeigt der Artikel "Englischunterricht optimieren" in IndustrieArchäologie 1/2007.

Gewaltvideos
haben in einer Familie nichts zu suchen. Statt dessen sind gute elterliche Vorbilder dringend vonnöten. Kinder leiden oft unter dem Stress ihrer Eltern, was sich direkt auf die schulische Motivation auswirkt. Eine gute einfühlende von Liebe geprägte Beziehung zum Kind ist Voraussetzung für eine gute Erziehungsarbeit. Dazu können Grosseltern mit ihrer Geduld und Lebenserfahrung viel beitragen. Entdecken und Staunen zusammen mit dem Kind ist wichtiger als ruheloses Herumfahren mit dem Auto.

Und was macht man mit gewalttätigen Jugendlichen
? Die Universität Manchester hat in Zusammenarbeit mit Manchester Police festgestellt, dass bei Sommer-Ausgrabungsaktivitäten in Moston/Manchester die Jugenkriminalität um 45% sank. Siehe dazu IndustrieArchäologie 1/2005.

Eltern erkennen sehr schnell, dass ihre Kinder unterschiedlich veranlagt sind.
Das bedeutet, dass man die Kinder auch ihrem Talent entsprechend fördern muss. Auch Bibelunkundige sollten sich mal die Geschichte vom anvertrauten Geld (Talente) in Matthäus 25, 14-30 durch den Kopf gehen lassen. Es würde  vielen Familien nichts schaden, wenn die Eltern mal auf die (meist jahrelange) Suche nach ihren eigenen, meist verschütteten Talenten, gehen würden.

In der Sache kann man davon ausgehen, dass Mädchen wie Buben gleich befähigt sind technische Dinge zu begreifen.
Auf der Vor- und Unterstufe stellte Carter jedoch Unterschiede fest. Die Mädchen begnügten sich die gestellte Standardaufgabe (Roboter) im Team richtig und zeitgerecht zu lösen, allerdings bedurften sie der ständigen Motivation. Die Buben traten untereinander in Konkurrenz, was der Motivation förderlich war.  Wegen der entstandenen Wettbewerbssituation benötigten sie jedoch wesentlich mehr Zeit.

Am Institut für Vorschul-/Unterstufe der PH FHNW in Brugg AG hat man festgestellt, dass  die Studentinnen wesentlich besser bei der Sache sind wenn sie im Werkunterricht selbst tätig werden können. Das entspricht in etwa den Erfahrungen beim Nuffield-Projekt: Als Freizeitaufgabe selber naturwissenschaftliche  Entdeckungen machen, Beobachten und Sehen lernen, viele Fragen stellen, selber Antworten geben, auch wenn sie falsch sind und die Resultate und Experimente (meist aus Abfallmaterial gebaut) im Unterricht in Gruppen unter Anleitung behandeln.

 
 
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